Technische FAQs zur Inbetriebnahme des ABUS PIR MW Xtra-Flex EN3 AZBW10220
Wofür ist der Bewegungsmelder AZBW10220 vorgesehen?
Der AZBW10220 ist ein Dual-Bewegungsmelder für den Innenbereich. Er dient zur Erkennung von Personen in Verbindung mit einem Einbruchmeldesystem, zum Beispiel ABUS Secoris oder Secvest.
Welche Detektionsverfahren nutzt der AZBW10220?
Der AZBW10220 kombiniert Passiv-Infrarot-Erkennung, kurz PIR, mit aktiver Mikrowellen-Detektion, kurz MW. Beim Dualmelder wird nur ausgelöst, wenn beide Detektionsverfahren eine Person erkennen.
Was bedeutet PIR?
PIR steht für Passiv-Infrarot. Der Sensor erkennt Wärmebewegungen im überwachten Bereich, zum Beispiel die Körperwärme einer Person.
Was bedeutet MW?
MW steht für Mikrowelle. Die aktive Mikrowellen-Detektion arbeitet mit Radar beziehungsweise Reflexionsänderungen im Erfassungsbereich und ergänzt die PIR-Erkennung.
Warum ist der Melder falschalarmsicher?
Der Melder kombiniert PIR- und Mikrowellen-Erkennung. Zusätzlich kann die Sensitivität bei der Installation angepasst werden. Dadurch eignet sich der Melder für verschiedene Raumumgebungen mit hoher Falschalarmsicherheit.
Ist der AZBW10220 tierimmun?
Ja. Der Melder ist dafür ausgelegt, Menschen von Haustieren besser zu unterscheiden. Für eine zuverlässige Tierimmunität sind korrekte Montagehöhe, Ausrichtung und Einstellung entscheidend.
Welche Zertifizierung besitzt der Melder?
Der Bewegungsmelder ist nach EN 50131 Grad 3 zertifiziert.
Für welchen Montageort ist der Melder geeignet?
Der Bewegungsmelder ist für den Innenbereich vorgesehen. Er kann an der Wand oder in einer Ecke montiert werden.
Welche Montagehöhe ist vorgesehen?
Die empfohlene Montagehöhe liegt bei 2,0 bis 3,0 m. In den Erfassungsdiagrammen wird eine Montagehöhe von etwa 2,4 m empfohlen.
Welche Montageorte sollten vermieden werden?
Vermeiden Sie Montageorte mit direkter Sonneneinstrahlung, starken Wärmequellen, Luftbewegungen, Glasflächen im Erfassungsbereich, Pflanzen, Vorhängen, vibrierenden Flächen, Feuchtigkeit oder Installationen im Außenbereich.
Was ist bei der MW-Erkennung besonders zu beachten?
Beim AZBW10220 sollte hinter dem Melder ein Mindestabstand von etwa 1 m zu möglichen Störquellen eingehalten werden, um Interferenzen von hinten zu vermeiden.
Welche Erfassungsbereiche sind möglich?
Der Melder kann als Weitbereichs-Melder oder als Linienmelder eingesetzt werden. In der Einstellung Wide beträgt die Reichweite bis zu 15 m bei etwa 85°. In der Einstellung Narrow beträgt die Reichweite bis zu 24 m bei etwa 5°.
Was ist der Unterschied zwischen Wide und Narrow?
Wide eignet sich für die breite Raumüberwachung. Narrow eignet sich für schmale Bereiche wie Flure, Fensterfronten oder Regalreihen.
Ist die Mikrowellen-Erkennung in der Narrow-Einstellung aktiv?
Nein. Wenn Narrow ausgewählt wird, ist die MW-Erkennung deaktiviert.
Wie wird zwischen Wide und Narrow gewechselt?
Die Umschaltung erfolgt über die Wendelinse. Wird die Linse entsprechend montiert, werden die internen Einstellungen für Wide oder Narrow automatisch geändert.
Muss die Linse bei Wide geändert werden?
Nein. Wenn die Standardeinstellung Wide verwendet wird, kann die Linsenumstellung übersprungen werden.
Was ist der Unterkriechschutz?
Der Unterkriechschutz überwacht den Bereich direkt unterhalb des Melders. Dadurch wird der tote Winkel unter dem Melder reduziert.
Kann die untere Erkennungszone deaktiviert werden?
Ja. Die Down- beziehungsweise untere Zone kann über eine Schaltereinstellung deaktiviert werden.
Was ist Antimasking?
Antimasking ist der Abdeckschutz des Melders. Wenn die Vorderseite länger als etwa 20 Sekunden durch ein Hindernis verdeckt wird, werden Alarm- und Fehlersignale ausgegeben.
Wie wird die Antimasking-Empfindlichkeit eingestellt?
Die Antimasking-Empfindlichkeit kann über DIP-Schalter eingestellt werden. Normalerweise wird die mittlere Einstellung verwendet. Eine hohe Einstellung kann bei normativen Anforderungen oder zu geringer Empfindlichkeit genutzt werden. Eine niedrige Einstellung kann bei vielen Fehlalarmen sinnvoll sein.
Welche Spannung benötigt der AZBW10220?
Der Melder wird mit 9,5 bis 16 V DC betrieben.
Wie hoch ist die Stromaufnahme?
Beim AZBW10220 beträgt die Stromaufnahme etwa 16 mA normal und bis zu 21 mA maximal bei 12 V DC.
Welche Ausgänge stehen zur Verfügung?
Der Melder besitzt Öffner-Ausgänge für Fehler, Alarm und Sabotage. Die Ausgänge sind jeweils für maximal 24 V DC / 0,1 A bei ohmscher Last ausgelegt.
Was passiert bei Sabotage?
Der Sabotagekontakt öffnet, wenn die Abdeckung entfernt wird. Dadurch kann die angeschlossene Alarmzentrale eine Sabotagemeldung auswerten.
Wofür ist der Remote-LED-Anschluss?
Über den Remote-LED-Anschluss kann die LED extern gesteuert werden. Offen bedeutet LED aus, 0 V bedeutet LED an.
Was bedeutet EOL?
EOL steht für End-of-Line-Widerstandsverdrahtung. Damit wird der Melder passend zur verwendeten Alarmzentrale mit Abschlusswiderständen verdrahtet.
Warum ist die EOL-Einstellung wichtig?
Die EOL-Einstellung muss zur Alarmzentrale und zur gewählten Verdrahtungsart passen. Eine falsche Einstellung kann zu Störungen, Fehlalarmen oder nicht korrekt ausgewerteten Meldungen führen.
Welche Leitungen werden angeschlossen?
An der Anschlussleiste werden unter anderem Spannungsversorgung, Fehler, Alarm, Sabotage und Remote-LED angeschlossen.
Wie lang darf das Anschlusskabel maximal sein?
Die maximale Kabellänge hängt von Betriebsspannung und Kabelquerschnitt ab. Beim AZBW10220 sind laut Tabelle bei 12 V DC bis zu ca. 270 m mit AWG 22, ca. 430 m mit AWG 20 und ca. 690 m mit AWG 18 möglich.
Wie lange dauert die Aufwärmphase?
Die Aufwärmphase dauert etwa 60 Sekunden. Während dieser Zeit blinkt die LED.
Wie lange dauert ein Alarmsignal?
Die Alarmdauer beträgt etwa 2,0 Sekunden mit einer Toleranz von ± 0,5 Sekunden.
Kann die LED-Anzeige deaktiviert werden?
Ja. Die LED-Anzeige kann über DIP-Schalter ein- oder ausgeschaltet werden. Wenn DIP-Schalter 1 ausgeschaltet ist, werden alle LED-Anzeigen außer der Aufwärmphase ausgeschaltet.
Welche LED-Farben sind beim AZBW10220 relevant?
Mehrfarbiges Blinken zeigt die Aufwärmphase. Grün steht für Alarm- und Maskierungserkennung, Violett für PIR-Erkennung, Gelb für MW-Erkennung beziehungsweise Selbsttestfehler und Rot für Unterspannung.
Was bedeutet eine rote LED-Anzeige?
Eine rote LED-Anzeige weist auf Unterspannung hin. In diesem Fall sollte die Spannungsversorgung geprüft werden.
Was bedeutet eine gelbe LED-Anzeige?
Eine gelbe LED-Anzeige kann MW-Erkennung oder einen Selbsttestfehler anzeigen. Die genaue Bedeutung hängt vom Betriebszustand ab.
Was bedeutet eine violette LED-Anzeige?
Eine violette LED-Anzeige zeigt eine PIR-Erkennung an.
Was bedeutet eine grüne LED-Anzeige?
Eine grüne LED-Anzeige steht für Alarm- beziehungsweise Maskierungserkennung.
Was ist der lokale Selbsttest?
Beim lokalen Selbsttest prüft die Schaltung des Detektors regelmäßig PIR und Mikrowelle. Während des Selbsttests arbeitet der Detektor für etwa 10 Sekunden nicht als normaler Melder.
Was passiert bei einem Selbsttestfehler?
Wenn der lokale Selbsttest fehlschlägt, wird ein Fehlersignal ausgegeben.
Wann wird eine Unterspannungsmeldung ausgelöst?
Eine Unterspannungsmeldung wird bei Spannungsabfall ausgelöst und als Fehlersignal ausgegeben.
Wie wird der Melder nach der Installation geprüft?
Nach der Montage sollte ein Gehtest durchgeführt werden. Dazu wird die LED per DIP-Schalter eingeschaltet, der Erfassungsbereich begangen und geprüft, ob die LED wie erwartet reagiert.
Wie oft sollte ein Gehtest durchgeführt werden?
Ein Gehtest sollte mindestens einmal jährlich durchgeführt werden.
Was ist beim Gehtest zu beachten?
Beim Gehtest sollte mindestens 1 m Abstand zum Detektor gehalten werden. Außerdem sollte man sich von Gegenständen fernhalten, die den Test beeinflussen können.
Welche Betriebstemperatur ist zulässig?
Der AZBW10220 ist für einen Betriebstemperaturbereich von -20 °C bis +45 °C vorgesehen.
Welche Luftfeuchtigkeit ist zulässig?
Die maximale Luftfeuchtigkeit beträgt bis zu 95 %.
Welche Abmessungen hat der Melder?
Die Abmessungen betragen 159,1 × 62,2 × 55,7 mm.
Wie schwer ist der AZBW10220?
Der AZBW10220 wiegt etwa 200 g.
Welche Schutzmaßnahmen sind bei der Montage wichtig?
Der Melder darf nicht zerstört, verändert, im Außenbereich installiert oder mit Wasser beaufschlagt werden. Zudem sollten Glasflächen, Pflanzen, Vorhänge, Klimageräte, Heizquellen und ungeeignete Montageflächen im Erfassungsbereich vermieden werden.
Welche typischen Fehlerquellen sollten vermieden werden?
Typische Fehlerquellen sind falsche Montagehöhe, ungeeignete Linseneinstellung, verdeckte Linse, Unterspannung, falsche EOL-Widerstandsverdrahtung, störende Objekte im Erfassungsbereich und Interferenzen hinter dem Melder.