Technische FAQs zur Inbetriebnahme
Wie wird die Kamera erstmals eingerichtet?
Installieren und starten Sie den ABUS IP Installer. Die Kamera sollte anschließend in der Auswahlliste erscheinen. Falls die IP-Adresse nicht zum Zielnetzwerk passt, können die IP-Einstellungen direkt über den IP Installer geändert werden.
Wie öffne ich die Kamera im Browser?
Nach der Suche im ABUS IP Installer kann die Kamera über die Schaltfläche „Browser“ direkt im Standardbrowser geöffnet werden. Alternativ geben Sie die IP-Adresse der Kamera direkt in die Adresszeile des Browsers ein.
Was muss ich beim Zugriff über den Internet Explorer beachten?
Wenn der HTTP-Port geändert wurde, muss beim Internet Explorer zusätzlich „http://“ vor der IP-Adresse eingegeben werden.
Muss bei der ersten Nutzung ein Passwort vergeben werden?
Ja. Ab Werk ist kein Passwort vergeben. Bei der ersten Verwendung muss ein sicheres Passwort über den ABUS IP Installer oder über die Weboberfläche erstellt werden.
Welche Anforderungen gelten für das Erstpasswort?
Das Passwort muss 8 bis 16 Zeichen lang sein. Es müssen mindestens zwei verschiedene Zeichenarten verwendet werden, zum Beispiel Zahlen, Kleinbuchstaben, Großbuchstaben oder Sonderzeichen.
Welcher Benutzername ist ab Werk voreingestellt?
Der Administrator-Benutzername lautet ab Werk installer. Der Administrator besitzt Vollzugriff auf die Kamera.
Welche Benutzerrollen können verwendet werden?
Es gibt Administrator, Betreiber und Benutzer. Der Administrator besitzt Vollzugriff. Beim Betreiber können Rechte individuell aktiviert werden, zum Beispiel Liveansicht, Wiedergabe, Einzelbildsuche, manuelle Aufzeichnung, Neustart, Formatieren der SD-Karte oder Parameteränderungen. Der Benutzer hat Zugriff auf Liveansicht, Wiedergabe und Einzelbildsuche.
Welche Daten werden für die Einbindung in einen ABUS NVR benötigt?
Für die Einbindung in einen ABUS NVR werden IP-Adresse oder Domänenname, Server-Port, Benutzername und Passwort benötigt. Der Standard-Server-Port ist 8000. Der Benutzername lautet standardmäßig installer.
Welche Daten werden für die ABUS Link Station App benötigt?
Die Kamera kann über die P2P-Cloud-Funktion per QR-Code oder über den 9-stelligen Teil der Software-Seriennummer eingebunden werden. Zusätzlich wird das vergebene Passwort für die P2P-Cloud-Funktion benötigt.
Kann die Kamera alternativ per IP-Adresse in die App eingebunden werden?
Ja. Alternativ kann die Kamera über IP-Adresse oder Domänenname eingebunden werden. Dafür werden Server-Port, Benutzername und Passwort benötigt. Der Standard-Server-Port ist 8000.
Welche Daten werden für ABUS CMS benötigt?
Für die Einbindung in ABUS CMS werden IP-Adresse oder Domänenname, HTTP-Port, RTSP-Port, Benutzername und Passwort benötigt. Standardmäßig verwendet die Kamera HTTP-Port 80 und RTSP-Port 554.
Muss ein Video-Plugin installiert werden?
Je nach Browser kann ein Video-Plugin erforderlich sein. Für den Internet Explorer wird ein ActiveX-Plugin verwendet. Für Mozilla Firefox, Google Chrome und Microsoft Edge wird ein weiteres Video-Plugin in der Liveansicht zum Download angeboten.
Welche Hauptbereiche bietet die Weboberfläche?
Die Weboberfläche besteht aus den Bereichen Live-Ansicht, Wiedergabe, Bild und Konfiguration. Darüber können Livebilder angezeigt, Aufnahmen wiedergegeben, Einzelbilder abgerufen und Einstellungen vorgenommen werden.
Wie kann die Liveansicht angepasst werden?
Die Liveansicht kann im Format 4:3, 16:9, Originalgröße oder automatisch an den Browser angepasst dargestellt werden. Per Doppelklick kann in die Vollbildansicht gewechselt werden.
Welche Funktionen bietet die Steuerleiste in der Liveansicht?
Über die Steuerleiste können der Videostream ausgewählt, das Video-Plugin gewählt, die Liveanzeige gestartet oder gestoppt, Sofortbilder gespeichert, manuelle Aufzeichnungen gestartet und der digitale Zoom verwendet werden.
Was ist bei lokalen Einstellungen wichtig?
Unter „Lokale Konfiguration“ können Protokolltyp, Live-Ansicht-Performance, Bildformat sowie Speicherpfade für Aufzeichnungen, Downloads, Sofortbilder und Videoclips festgelegt werden.
Welche Protokolle stehen für die Liveansicht zur Verfügung?
Für die Liveansicht stehen TCP, UDP, Multicast und HTTP zur Verfügung.
Wann sollte TCP verwendet werden?
TCP bietet eine abgesicherte Übertragung. Bei fehlerhafter Übertragung werden Pakete erneut gesendet. Bei hoher Fehlerhäufigkeit kann TCP jedoch nachteilig für die Echtzeitübertragung sein.
Wann ist UDP sinnvoll?
UDP eignet sich für Echtzeit-Audio- und Videoübertragung ohne zusätzlichen Sicherungsmechanismus.
Wofür wird Multicast verwendet?
Multicast dient zur Verteilung von Videostreams an mehrere Empfänger. Die verwendeten Netzwerkkomponenten müssen Multicast unterstützen.
Welche Bildformate sind für Sofortbilder möglich?
Sofortbilder aus der Liveansicht können je nach Einstellung im Format JPEG oder BMP gespeichert werden.
Welche Dateigrößen können für Aufzeichnungen gewählt werden?
Für Aufzeichnungen und heruntergeladene Videos können Dateigrößen von 256 MB, 512 MB oder 1 GB ausgewählt werden.
Warum ist die Zeiteinstellung wichtig?
Eine korrekte Zeiteinstellung ist wichtig, damit Aufzeichnungen, Einzelbilder, Ereignisse und Protokolle zeitlich korrekt zugeordnet werden können.
Unterstützt die Kamera NTP?
Ja. Mit NTP kann die Uhrzeit der Kamera mit einem Zeitserver synchronisiert werden. Der Standard-Port für NTP ist 123. Das Aktualisierungsintervall kann zwischen 1 und 10080 Minuten eingestellt werden.
Kann die Sommerzeit eingestellt werden?
Ja. Die Sommerzeit kann aktiviert werden. Startzeit und Endzeit für die Zeitumstellung können in der Weboberfläche festgelegt werden.
Welche VCA-Ressourcen-Modi gibt es?
Die Kamera kann im Smart-Ereignis-Modus oder im Überwachungsmodus betrieben werden. Im Smart-Ereignis-Modus stehen VCA-Funktionen mit Objekterkennung zur Verfügung. Im Überwachungsmodus stehen drei Videostreams zur Verfügung, VCA-Funktionen wie Tripwire oder Intrusion Detection sind dann jedoch nicht verfügbar.
Was ist bei der Objekterkennung zu beachten?
Für eine gute Objekterkennung sollte die Kamera in einer Höhe von etwa 2,5 bis 5 Metern installiert werden. Die Neigung sollte 10 Grad nicht überschreiten.
Welche Objekte kann die Objekterkennung erkennen?
Die Objekterkennung kann Menschen und Fahrzeuge als Objekte erkennen. Andere Störeinflüsse können dadurch reduziert werden.
Welche Überwachungsdistanz gilt bei 2,8 mm Brennweite?
Bei einer Brennweite von 2,8 mm beträgt die maximale Überwachungsdistanz für die Objekterkennung laut Anleitung etwa 10 m.
Welche Standard-Ports nutzt die Kamera?
Die wichtigsten Standard-Ports sind HTTP 80, RTSP 554, HTTPS 443 und Server-/SDK-Port 8000.
Kann die Kamera per DHCP eingebunden werden?
Ja. Wenn ein DHCP-Server verfügbar ist, kann die Kamera automatisch eine IP-Adresse und weitere Netzwerkeinstellungen beziehen.
Welche Netzwerkeinstellungen sind manuell wichtig?
Bei manueller Konfiguration sind vor allem IPv4-Adresse, Subnetzmaske, Standard-Gateway, DNS-Server und gegebenenfalls alternativer DNS-Server wichtig.
Kann DDNS verwendet werden?
Ja. Die Kamera unterstützt DDNS. Dafür können DDNS-Typ, Server-Adresse, Domäne, Port, Benutzername und Kennwort konfiguriert werden.
Kann UPnP beziehungsweise NAT verwendet werden?
Ja. Über NAT können UPnP und Port-Mapping aktiviert werden. Die Portweiterleitung kann automatisch oder manuell erfolgen, sofern der Router diese Funktion unterstützt.
Unterstützt die Kamera HTTPS?
Ja. HTTPS wird unterstützt. Der Standard-Port für HTTPS ist 443.
Welche Authentifizierung wird unterstützt?
Für RTSP- und Webzugriff werden die Authentifizierungsmechanismen digest und basic unterstützt. Für RTSP wird digest empfohlen, sofern der Client dies unterstützt.
Welche Digest-Algorithmen stehen zur Verfügung?
Für die Digest-Authentifizierung stehen MD5 und SHA256 zur Verfügung. SHA256 bietet eine verbesserte Sicherheit.
Kann der Zugriff per IP-Adressfilter eingeschränkt werden?
Ja. Über den IP-Adressfilter können IP-Adressen erlaubt oder blockiert werden. Die Eingabe erfolgt im Format xxx.xxx.xxx.xxx.
Gibt es Schutz gegen falsche Login-Versuche?
Ja. Die Sperre für illegale Anmeldung kann aktiviert werden. Bei mehrfach falscher Eingabe von Benutzername oder Passwort wird der Kamerazugriff über die Weboberfläche gesperrt.
Kann eine automatische Abmeldung aktiviert werden?
Ja. Über die Steuerungszeitüberschreitung kann festgelegt werden, dass ein Benutzer nach einer Inaktivitätszeit von 1 bis 60 Minuten automatisch abgemeldet wird. Der Standardwert liegt bei 15 Minuten.
Können Benutzer verwaltet werden?
Ja. Benutzer können hinzugefügt, bearbeitet oder gelöscht werden. Dabei können Benutzername, Benutzertyp, Passwort und Berechtigungen festgelegt werden.
Kann die Kamera lokal auf microSD speichern?
Ja. Aufzeichnungen und Einzelbilder können auf einem eingebundenen Datenträger wie einer microSD-Karte gespeichert, gesucht, wiedergegeben und heruntergeladen werden.
Wie können Aufzeichnungen wiedergegeben werden?
Im Menü „Wiedergabe“ können aufgezeichnete Videodaten von einem eingebundenen Datenträger gesucht, abgespielt und auf den PC heruntergeladen werden.
Wie können Einzelbilder heruntergeladen werden?
Im Menü „Bild“ können Einzelbilder nach Dateityp sowie Start- und Endzeit gesucht und anschließend heruntergeladen werden.
Kann ein NAS oder Netzlaufwerk genutzt werden?
Ja. Die Kamera unterstützt die Speicherung auf einem Netzlaufwerk. Dadurch können Aufzeichnungen oder Einzelbilder auf einem geeigneten Netzwerkspeicher abgelegt werden.
Kann FTP verwendet werden?
Ja. Über die FTP-Einstellungen können erfasste Videos oder Bilder auf einen FTP-Server hochgeladen werden.
Kann die Kamera E-Mails versenden?
Ja. Die Kamera unterstützt E-Mail-Einstellungen, zum Beispiel für Benachrichtigungen bei Ereignissen. Dafür müssen SMTP-Server, Absender und Empfänger korrekt eingerichtet werden.
Welche Ereignisfunktionen sind für die Inbetriebnahme relevant?
Für die Inbetriebnahme sind vor allem Bewegungserkennung, Sabotageüberwachung beziehungsweise Cover Detection, Ausnahmeereignisse, Gesichtserkennung, Intrusion Detection und Tripwire relevant.
Was ist Intrusion Detection?
Intrusion Detection erkennt das Eindringen oder Verweilen in einem definierten Überwachungsbereich und kann ein Ereignis auslösen.
Was ist Tripwire?
Tripwire erkennt das Überschreiten einer virtuellen Linie im Kamerabild und kann dadurch ein Ereignis auslösen.
Kann die Kamera automatisch neu starten?
Ja. Ein automatischer Neustart ist einmal pro Woche möglich. Tag und Uhrzeit können im Wartungsbereich festgelegt werden.
Können Einstellungen gesichert werden?
Ja. Die Konfiguration kann exportiert und später wieder importiert werden. Das ist besonders hilfreich bei Austausch, Wiederherstellung oder Serienkonfiguration.
Kann die Firmware aktualisiert werden?
Ja. Über den Wartungsbereich kann eine Firmware-Datei ausgewählt und ein Remote-Upgrade durchgeführt werden.
Kann die Kamera zurückgesetzt werden?
Ja. Über „Wiederherst.“ können alle Parameter bis auf die IP-Parameter zurückgesetzt werden. Über „Standard“ können alle Parameter auf Standardvorgaben zurückgesetzt werden.
Was ist bei der Montage wichtig?
Die Kamera sollte sicher montiert werden. Direkte Sonneneinstrahlung auf den Bildaufnehmer, starke Vibrationen, starke Magnetfelder, extreme Temperaturen, Staub, brennbare Gase und ungeeignete Montageflächen sollten vermieden werden.
Was ist bei der Stromversorgung zu beachten?
Die Kamera darf nur mit einer geeigneten Spannungsquelle betrieben werden. Die Angaben zu Versorgungsspannung und Stromverbrauch auf dem Typenschild sind zu beachten.
Wie wird die Kamera gereinigt?
Die Kamera sollte nur mit einem feuchten Tuch ohne scharfe Reinigungsmittel gereinigt werden. Das Gerät ist dabei vom Netz zu trennen.