Technische FAQs zur Inbetriebnahme der ABUS TVIP82561
Wofür ist die Kamera vorgesehen?
Die Kamera dient zur Videoüberwachung im Innen- beziehungsweise Außenbereich in Verbindung mit einem Aufzeichnungsgerät oder einem geeigneten Anzeigegerät, zum Beispiel einem PC.
Wie wird die Kamera erstmals im Netzwerk gefunden?
Installieren und starten Sie den ABUS IP Installer. Die Kamera sollte anschließend in der Auswahlliste erscheinen. Falls die IP-Adresse noch nicht zum Zielnetzwerk passt, können die IP-Einstellungen direkt über den IP Installer geändert werden.
Wie öffne ich die Kamera im Browser?
Nach der Suche im ABUS IP Installer kann die Kamera über die Schaltfläche „Browser“ direkt im Standardbrowser geöffnet werden. Alternativ kann die IP-Adresse der Kamera direkt in die Adresszeile des Browsers eingegeben werden.
Was muss ich beim Zugriff über Internet Explorer beachten?
Wenn der HTTP-Port geändert wurde, muss beim Internet Explorer zusätzlich „http://“ vor der IP-Adresse eingegeben werden.
Muss bei der ersten Nutzung ein Passwort vergeben werden?
Ja. Ab Werk ist kein Passwort vergeben. Bei der ersten Verwendung muss ein sicheres Passwort über den ABUS IP Installer oder über die Weboberfläche erstellt werden.
Welche Anforderungen gelten für das Erstpasswort?
Das Passwort muss 8 bis 16 Zeichen lang sein. Es müssen mindestens zwei verschiedene Zeichenarten verwendet werden, zum Beispiel Zahlen, Kleinbuchstaben, Großbuchstaben oder Sonderzeichen.
Welcher Benutzername ist ab Werk voreingestellt?
Der Administrator-Benutzername lautet ab Werk installer. Der Administrator besitzt Vollzugriff auf die Kamera.
Welche Benutzerrollen können verwendet werden?
Es gibt Administrator, Betreiber und Benutzer. Der Administrator besitzt Vollzugriff. Beim Betreiber können Rechte individuell aktiviert werden, zum Beispiel Liveansicht, Wiedergabe, Einzelbildsuche, PTZ-Steuerung, manuelle Aufzeichnung, Neustart, 2-Wege-Audio, Formatieren der SD-Karte oder Parameteränderungen. Der Benutzer hat Zugriff auf Liveansicht, Wiedergabe und Einzelbildsuche.
Welche Daten werden für die Einbindung in einen ABUS NVR benötigt?
Für die Einbindung in einen ABUS NVR werden IP-Adresse oder Domänenname, Server-Port, Benutzername und Passwort benötigt. Der Standard-Server-Port ist 8000. Der Benutzername lautet standardmäßig installer.
Welche Daten werden für die ABUS Link Station App benötigt?
Die Kamera kann über die P2P-Cloud-Funktion per QR-Code oder über den 9-stelligen Teil der Software-Seriennummer eingebunden werden. Zusätzlich wird das vergebene Passwort für die P2P-Cloud-Funktion benötigt.
Kann die Kamera alternativ per IP-Adresse in die App eingebunden werden?
Ja. Alternativ kann die Kamera über IP-Adresse oder Domänenname eingebunden werden. Dafür werden Server-Port, Benutzername und Passwort benötigt. Der Standard-Server-Port ist 8000.
Welche Daten werden für ABUS CMS benötigt?
Für die Einbindung in ABUS CMS werden IP-Adresse oder Domänenname, HTTP-Port, RTSP-Port, Benutzername und Passwort benötigt. Standardmäßig verwendet die Kamera HTTP-Port 80 und RTSP-Port 554.
Muss ein Video-Plugin installiert werden?
Je nach Browser kann ein Video-Plugin erforderlich sein. Für Internet Explorer wird ein ActiveX-Plugin verwendet. Für Mozilla Firefox, Google Chrome und Microsoft Edge wird ein weiteres Video-Plugin in der Liveansicht zum Download angeboten.
Welche Hauptbereiche bietet die Weboberfläche?
Die Weboberfläche besteht aus den Bereichen Live-Ansicht, Wiedergabe, Bild und Konfiguration. Darüber können Livebilder angezeigt, Aufnahmen wiedergegeben, Einzelbilder abgerufen und Einstellungen vorgenommen werden.
Wie kann die Liveansicht angepasst werden?
Die Liveansicht kann im Format 4:3, 16:9, Originalgröße oder automatisch an den Browser angepasst dargestellt werden. Per Doppelklick kann in die Vollbildansicht gewechselt werden.
Welche Funktionen bietet die Steuerleiste in der Liveansicht?
Über die Steuerleiste können Videostream, Video-Plugin, PC-Mikrofon für 2-Wege-Audio, Liveanzeige, Sofortbild, manuelle Aufzeichnung, digitaler Zoom, Lautsprecherfunktion sowie Zoom- und Fokusfunktionen gesteuert werden.
Unterstützt die Kamera PTZ-Funktionen?
Ja. In der Bedienoberfläche stehen PTZ-Funktionen zur Verfügung, darunter Tasten zur Steuerung des Schwenk-Neige-Kopfes sowie Preset-Funktionen zum Aufrufen, Speichern und Löschen definierter Positionen.
Was sind Presets?
Presets sind gespeicherte Kamerapositionen. Eine Preset-Zeile kann ausgewählt werden, um eine Position aufzurufen, zu speichern oder zu löschen.
Welche PTZ-Einstellungen sind für die Inbetriebnahme wichtig?
Wichtig sind die PTZ-Grundeinstellungen, Begrenzungen, Anfangsposition, Parkaktion, Privatzonenmaskierung, geplante Aufgaben sowie das Löschen beziehungsweise Zurücksetzen von PTZ-Konfigurationen.
Was ist eine Parkaktion?
Eine Parkaktion definiert, welche Aktion die Kamera nach einer bestimmten Zeit ohne Bedienung ausführt, zum Beispiel das Anfahren einer festgelegten Position.
Welche lokalen Einstellungen sollten geprüft werden?
Unter „Lokale Konfiguration“ können Protokolltyp, Live-Ansicht-Performance, Bildformat sowie Speicherpfade für Aufzeichnungen, Downloads, Sofortbilder und Videoclips festgelegt werden.
Welche Protokolle stehen für die Liveansicht zur Verfügung?
Für die Liveansicht stehen TCP, UDP, Multicast und HTTP zur Verfügung.
Wann sollte TCP verwendet werden?
TCP bietet eine abgesicherte Übertragung. Bei fehlerhafter Übertragung werden Pakete erneut gesendet. Bei hoher Fehlerhäufigkeit kann TCP jedoch nachteilig für die Echtzeitübertragung sein.
Wann ist UDP sinnvoll?
UDP eignet sich für Echtzeit-Audio- und Videoübertragung ohne zusätzlichen Sicherungsmechanismus.
Wofür wird Multicast verwendet?
Multicast dient zur Verteilung von Videostreams an mehrere Empfänger. Die verwendeten Netzwerkkomponenten müssen Multicast unterstützen.
Welche Bildformate sind für Sofortbilder möglich?
Sofortbilder aus der Liveansicht können je nach Einstellung im Format JPEG oder BMP gespeichert werden.
Welche Dateigrößen können für Aufzeichnungen gewählt werden?
Für Aufzeichnungen und heruntergeladene Videos können Dateigrößen von 256 MB, 512 MB oder 1 GB ausgewählt werden.
Warum ist die Zeiteinstellung wichtig?
Eine korrekte Zeiteinstellung ist wichtig, damit Aufzeichnungen, Einzelbilder, Ereignisse und Protokolle zeitlich korrekt zugeordnet werden können.
Unterstützt die Kamera NTP?
Ja. Mit NTP kann die Uhrzeit der Kamera mit einem Zeitserver synchronisiert werden. Der Standard-Port für NTP ist 123. Das Aktualisierungsintervall kann zwischen 1 und 10080 Minuten eingestellt werden.
Kann die Sommerzeit eingestellt werden?
Ja. Die Sommerzeit kann aktiviert werden. Startzeit und Endzeit für die Zeitumstellung können in der Weboberfläche festgelegt werden.
Kann die Kamera per DHCP eingebunden werden?
Ja. Wenn ein DHCP-Server verfügbar ist, kann die Kamera automatisch eine IP-Adresse und weitere Netzwerkeinstellungen beziehen.
Welche Netzwerkeinstellungen sind bei manueller Einrichtung wichtig?
Bei manueller Konfiguration sind vor allem IPv4-Adresse, Subnetzmaske, Standard-Gateway, DNS-Server und gegebenenfalls alternativer DNS-Server wichtig.
Welche Standard-Ports nutzt die Kamera?
Die wichtigsten Standard-Ports sind HTTP 80, RTSP 554, HTTPS 443 und Server-/SDK-Port 8000.
Kann DDNS verwendet werden?
Ja. Die Kamera unterstützt DDNS. Dafür können DDNS-Typ, Server-Adresse, Domäne, Port, Benutzername und Kennwort konfiguriert werden.
Kann UPnP beziehungsweise NAT verwendet werden?
Ja. Über NAT können UPnP und Port-Mapping verwendet werden. Die Portweiterleitung kann automatisch oder manuell erfolgen, sofern der Router diese Funktion unterstützt.
Unterstützt die Kamera Multicast?
Ja. Ein Multicast-Server kann zur Vervielfältigung von Videostreams für mehrere Clients genutzt werden, ohne die Kamera zusätzlich stark zu belasten.
Unterstützt die Kamera HTTPS?
Ja. HTTPS wird unterstützt. Der Standard-Port für HTTPS ist 443. Für die Nutzung können entsprechende Zertifikate erstellt oder hochgeladen werden.
Welche Authentifizierung wird unterstützt?
Für RTSP- und Webzugriff werden die Authentifizierungsmechanismen digest und basic unterstützt. Für RTSP wird digest empfohlen, sofern der Client dies unterstützt.
Welche Digest-Algorithmen stehen zur Verfügung?
Für die Digest-Authentifizierung stehen MD5 und SHA256 zur Verfügung. SHA256 bietet eine verbesserte Sicherheit.
Kann der Zugriff per IP-Adressfilter eingeschränkt werden?
Ja. Über den IP-Adressfilter können IP-Adressen erlaubt oder blockiert werden. Die Eingabe erfolgt im Format xxx.xxx.xxx.xxx.
Gibt es Schutz gegen falsche Login-Versuche?
Ja. Die Sperre für illegale Anmeldung kann aktiviert werden. Bei mehrfach falscher Eingabe von Benutzername oder Passwort wird der Kamerazugriff über die Weboberfläche gesperrt.
Kann eine automatische Abmeldung aktiviert werden?
Ja. Über die Steuerungszeitüberschreitung kann festgelegt werden, dass ein Benutzer nach einer Inaktivitätszeit von 1 bis 60 Minuten automatisch abgemeldet wird. Der Standardwert liegt bei 15 Minuten.
Können Zertifikate verwaltet werden?
Ja. In der Zertifikatsverwaltung können selbstsignierte HTTPS-Zertifikate erstellt und ausgestellte Zertifikate hochgeladen werden.
Können Benutzer verwaltet werden?
Ja. Benutzer können hinzugefügt, bearbeitet oder gelöscht werden. Dabei können Benutzername, Benutzertyp, Passwort und Berechtigungen festgelegt werden.
Kann die Kamera lokal auf microSD speichern?
Ja. Aufzeichnungen und Einzelbilder können auf einem eingebundenen Datenträger wie einer microSD-Karte gespeichert, gesucht, wiedergegeben und heruntergeladen werden.
Wie können Aufzeichnungen wiedergegeben werden?
Im Menü „Wiedergabe“ können aufgezeichnete Videodaten von einem eingebundenen Datenträger gesucht, abgespielt und auf den PC heruntergeladen werden.
Wie können Einzelbilder heruntergeladen werden?
Im Menü „Bild“ können Einzelbilder nach Dateityp sowie Start- und Endzeit gesucht und anschließend heruntergeladen werden.
Kann ein NAS genutzt werden?
Ja. Die Kamera unterstützt die Einrichtung von NAS-Speicherorten. Diese können als Laufwerk zur Speicherung verwendet werden.
Kann FTP verwendet werden?
Ja. Über die FTP-Einstellungen können erfasste Videos oder Bilder auf einen FTP-Server hochgeladen werden.
Kann die Kamera E-Mails versenden?
Ja. Die Kamera unterstützt E-Mail-Einstellungen, zum Beispiel für Benachrichtigungen bei Ereignissen. Dafür müssen SMTP-Server, Absender und Empfänger korrekt eingerichtet werden.
Kann Audio genutzt werden?
Ja. In der Weboberfläche stehen Video- und Audioeinstellungen zur Verfügung. Zusätzlich kann über die Steuerleiste das PC-Mikrofon für 2-Wege-Audio aktiviert und der Lautsprecher am PC eingeschaltet werden.
Welche Ereignisfunktionen sind für die Inbetriebnahme relevant?
Für die Inbetriebnahme sind vor allem Bewegungserkennung, Cover Detection, Ausnahmeereignisse, Audio-Ausnahme-Detektion, Gesichtserkennung, Intrusion Detection, Tripwire, Bereichseingang- und Bereichsausgangsdetektion sowie Objekterkennung relevant.
Was ist Bewegungserkennung?
Die Bewegungserkennung löst ein Ereignis aus, wenn im definierten Bildbereich Bewegung erkannt wird. Je nach Konfiguration kann dadurch eine Aufzeichnung, Einzelbildspeicherung oder Benachrichtigung ausgelöst werden.
Was ist Cover Detection?
Cover Detection dient zur Erkennung von Abdeckung oder Sabotage des Kamerabildes.
Was ist Intrusion Detection?
Intrusion Detection erkennt das Eindringen oder Verweilen in einem definierten Überwachungsbereich und kann ein Ereignis auslösen.
Was ist Tripwire?
Tripwire erkennt das Überschreiten einer virtuellen Linie im Kamerabild und kann dadurch ein Ereignis auslösen.
Was ist Bereichseingang-Detektion?
Die Bereichseingang-Detektion löst ein Ereignis aus, wenn ein Objekt in einen definierten Bereich eintritt.
Was ist Bereichsausgang-Detektion?
Die Bereichsausgang-Detektion löst ein Ereignis aus, wenn ein Objekt einen definierten Bereich verlässt.
Was ist unbeaufsichtigte Objekt-Detektion?
Diese Funktion dient zur Erkennung von Objekten, die in einem überwachten Bereich zurückgelassen werden oder dort unbeaufsichtigt verbleiben.
Können Aufzeichnungszeitpläne eingerichtet werden?
Ja. Im Speicherbereich können Aufzeichnungszeitpläne für Videodaten eingerichtet werden.
Können Einzelbilder zeit- oder ereignisbasiert gespeichert werden?
Ja. Über „Erfassen / Einzelbild“ können Einzelbildfunktionen konfiguriert werden.
Können Einstellungen gesichert werden?
Ja. Die Konfiguration kann exportiert und später wieder importiert werden. Das ist besonders hilfreich bei Austausch, Wiederherstellung oder Serienkonfiguration.
Kann die Firmware aktualisiert werden?
Ja. Über den Wartungsbereich kann eine Firmware-Datei ausgewählt und ein Remote-Upgrade durchgeführt werden.
Kann die Kamera zurückgesetzt werden?
Ja. Über „Wiederherst.“ können alle Parameter bis auf die IP-Parameter zurückgesetzt werden. Über „Standard“ können alle Parameter auf Standardvorgaben zurückgesetzt werden.
Was zeigt das Sicherheits-Audit-Protokoll?
Das Sicherheits-Audit-Protokoll zeigt detaillierte Informationen über Zugriffe von Clients auf die Kamera. Die Liste kann als Excel-Datei exportiert werden.
Was ist bei der Montage wichtig?
Die Kamera sollte sicher montiert werden. Direkte Sonneneinstrahlung auf den Bildaufnehmer, starke Vibrationen, starke Magnetfelder, extreme Temperaturen, Staub, brennbare Gase und ungeeignete Montageflächen sollten vermieden werden.
Was ist bei der Stromversorgung zu beachten?
Die Kamera darf nur mit einer geeigneten Spannungsquelle betrieben werden. Die Angaben zu Versorgungsspannung und Stromverbrauch auf dem Typenschild sind zu beachten.
Wie wird die Kamera gereinigt?
Die Kamera sollte mit einem sauberen, trockenen Tuch gereinigt werden. Bei stärkerer Verschmutzung kann das Tuch leicht mit lauwarmem Wasser angefeuchtet werden. Es dürfen keine Flüssigkeiten in das Gerät gelangen und keine chemischen Reiniger verwendet werden.
Ist die Kamera wartungsfrei?
Ja. Das Produkt ist für den Anwender wartungsfrei. Es befinden sich keine zu wartenden Bestandteile im Inneren. Das Gehäuse sollte regelmäßig auf sichtbare Beschädigungen geprüft werden.